Gemeinde Markkleeberg

Vor dem 2. Weltkrieg gibt es etwa 15 katholische Familien in Markkleeberg. Ostern 1942 wird der erste katholische Gottesdienst im evangelischen Pfarrsaal in Gautzsch gefeiert, seit Januar 1947 finden regelmäßig Gottesdienste im evangelischen Gemeindesaal in der Mittelstraße 3 statt. Betreut wird die Gemeinde als Außenstelle der Pfarrei St. Bonifatius Leipzig-Connewitz durch Pfarrer Josef Röntsch und Kaplan Josef Kraft. Im Juli 1964 beschließt unter dem damaligen Pfarrer Dr. Jung die Muttergemeinde in Connewitz, für Markkleeberg eigene kirchliche Räume zu erwerben. Im Januar 1971 wird ein Pfarrgemeinderat für die Außenstelle Markkleeberg und Gaschwitz berufen. Gleichzeitig erfolgt der Baubeginn für das Gemeindehaus im Garten des Grundstückes Otto-Nuschke-Straße 3, welches Privatbesitz von Pfarrer Dr. Jung ist. Kaplan Rudolf Birner wird Schirmherr für die Gemeinde Markkleeberg und bezieht die Dachwohnung in der Leninstraße, heute Ring, 43. Heilige Messen werden sonntags im Betsaal Mittelstraße 3 und sonnabends in der evangelischen Kirche Großstädteln oder in der Auenkirche Markkleeberg-Ost gefeiert.

Am 1. Januar 1973 wird mit der Gründung der Pfarrvikarie St. Peter & Paul der entscheidende Schritt zur Selbständigkeit getan. Die Namensgebung geht nach Vorschlag von Dr. Jung auf den Erhalt des Namens der Kirche von Cröbern zurück, da der Name für die Gautzscher vorreformatorische Pfarre verschollen ist. Erster Pfarrvikar wird Rudolf Birner. Am 1. November 1974 übernimmt Pfarrvikar Johannes Gemende die Gemeinde. Unter seiner Leitung wird das Gemeindehaus in der Dr.-Otto-Nuschke-Straße fertiggestellt und im Frühjahr 1978 eingeweiht. Es folgt der Umbau des angemieteten evangelischen Pfarrsaales in der Pfarrgasse zur Kapelle St. Peter & Paul unter großer Beteiligung der ganzen Gemeinde. Am 23. Dezember 1979 erfolgt nach 10-monatiger Bauzeit die Altarweihe durch Weihbischof Georg Weinhold.

Am 1. März 1981 übernimmt Pfarrvikar Thomas Schorcht die Markkleeberger Gemeinde und wird am 29. Juni 1982 mit der Erhebung der Pfarrvikarie zur Pfarrei der erste Pfarrer von St. Peter & Paul. Ihm folgt Pfarrer Joachim Paschke am 1. August 1986, der nach vier Jahren nach Chemnitz berufen wird. Mit Pfarrer Konrad Köst beginnt die bisher längste Amtszeit eines Markkleberger Hirten am 1. September 1990. Nach fast genau acht Jahren endet seine Amtszeit mit einem feierlichen ökumenischen Gottesdienst in der Martin-Luther-Kirche am 30.08.1998. Nach einer dreimonatigen Vakanz wird Pfarrer Thomas Körner am 14.11.1998 feierlich von Dekan Vierhock in sein Amt eingeführt. Pfarrer Körner verläßt die Pfarrei im Oktober 2008. Sein Nachfolger wir Pfarrer André Lommatzsch. Seine Pfarreinführung ist am 22.02.2009. Im November 2015 wird er nach Dresden berufen. Der Abschiedsgottesdienst ist am 10.01.2016.