Gemeinde Böhlen

Das Jahr 1990 bringt auch für die  Böhlener Pfarrei viel Neues. Durch die nun offenen Grenzen setzt auch hier wie fast überall eine starke Fluktuation ein. Und die Gemeinde feiert ihr 50jähriges Bestehen. Dies ist der Impuls zur erneuten Innenrenovierung der Kirche. In der Zeit der Renovierung gewährt die evangelische Christopherus-Gemeinde Gastrecht in ihrer Kirche. 1992 werden freie Flächen im Kirchgelände vergeben, sie sollen bebaut werden. Diese Bebauung mit Wohngebäuden ist 1996 vollzogen. 1994 feiert die Gemeinde den 40. Weihtag der Kirche. Mehr als 10 Priester, die in Böhlen gewirkt haben, waren beim Festgottesdienst anwesend, der mit 250 bis 300 Personen gefeiert wird. 1995 beginnt eine Diskussion über die Zukunft der Böhlener Pfarrei. Dabei sind insbesondere zwei Modelle im Mittelpunkt: Der Anschluß an Markkleeberg oder an Zwenkau. Auch eine Umwidmung zur Pfarrvikarie ist im Gespräch.

1996 geht Pfarrer Spalteholz nach Lobenstein und war damit der letzte Pfarrer, der in Böhlen ansässig ist, einen Nachfolger gibt es nicht. Zuständig ist nun der Pfarrer von St. Peter & Paul Markkleeberg, Konrad Köst. Das Pfarrhaus in der Otto-Fischer-Straße 2 wird 1997 verkauft und die Planung des neuen Gemeindehauses in der Jahnstraße beginnt. Ab 1998 ist der neue Markkleeberger Pfarrer Thomas Körner für Christus König Böhlen zuständig. Am 19. Mai 2000 findet für das neue Gemeindehaus in der Jahnstraße die Grundsteinlegung statt, am 26. November des selben Jahres wird es eingeweiht. Es sind zahlreiche Gäste – auch aus der Nachbargemeinde Markkleeberg – anwesend.

Am 1. Januar 2002 erlischt der Kirchenrechtstitel „Pfarrei“ für Böhlen. Die Pfarrei St. Peter & Paul Markkleeberg wird um die Gemeinde und die Kirche Christus König Böhlen größer. Für etliche Gemeindeglieder ist das ein Problem, sie trauern den alten Zeiten nach. Aber sie werden lernen, mit den neuen Gegebenheiten umzugehen.

Mit der Zusammenlegung der beiden Pfarreien hat die räumliche Neuordnung des Dekanates Leipzig aber erst begonnen. Zum 1.1.2008 werden die Gemeinden Heilig Geist Zwenkau und St. Hedwig Pegau Bestandteil der Pfarrei St. Peter und Paul.
Ab 20.1.2019 bilden diese Gemeinden, die Gemeinde St. Peter und Paul und die Gemeinde St. Bonifatius Leipzig-Süd die neue Pfarrei „St. Bonifatius Leipzig-Süd“. Ein vorläufiger Schlußpunkt der Neuordnung…