Gemeinde Zwenkau

In den Jahren von 1983 bis 1987 kam es zu umfangreichen Sanierungsarbeiten an der Kirche in Zwenkau. Beim Umbau des früheren Tanzsaals waren die Decken nicht mit Ringankern gesichert worden. Nun bestand die Gefahr, daß der Gemeinde die Decke auf den Kopf fallen würde. Pfarrer Martin Speck leitete anfangs die Bauarbeiten, die mit dem Abtragen des alten Daches begannen. Aufgrund der Erkrankung von Pfarrer Speck und einem Baustopp tat sich mehr als zwei Jahre lang nichts am Kirchenbau. Die Gottesdienste wurden in der als Notkirche eingerichteten Vorhalle abgehalten. Sonntags war man Gast in der evangelischen Johanniskirche auf dem Friedhof. Später konnte auch die Vorhalle wegen Umbauarbeiten nicht mehr genutzt werden. Mitten in diese Situation hinein wurde Pfarrer Ulrich Archner nach Zwenkau berufen. Gemeinsam mit dem Pfarrgemeinderat wurden am 2. September 1985 Schritte für den Weiterbau beschlossen. Am 22. Juli 1986 schrieb Pfarrer Archner in die Kirchenchronik: „Unser Ziel ist es, Weihnachten in der neuen Kirche zu feiern…“

Nach über 8000 von den Gemeindemitgliedern geleisteten Arbeitsstunden und vier Jahre andauernden Bauarbeiten mit einem riesigen materiellen und organisatorischen Aufwand fanden die Weihnachtsfeierlichkeiten 1986 wirklich in der völlig umgebauten Kirche statt. Die Altarweihe erfolgte am 31. Mai 1987 durch den Bischof Gerhard Schaffran.

Nachdem der Kirchbau abgeschlossen war, konnte man sich mehr auf das Gemeindeleben konzentrieren. Pfarrer Archner bat im Herbst 1988 aus persönlichen Gründen um Beurlaubung. Am 15. März 1989 fand feierliche Amtseinführung von Pfarrer Franz Scharfenberg statt. Die Aktivität der Zwenkauer Gemeinde hat sich nicht nur bei den freiwilligen Aufbaustunden bewährt. Zahlreiche Initiativen haben das Gemeindeleben auch für die Jugendlichen aus katholischen Familien wieder interessant gemacht. Leider musste im September 1992 das alte Pfarrhaus abgerissen werden. Die tragende Holzkonstruktion war vom Schwamm befallen. Risse durch das ganze Haus zeigten, dass die Statik nicht mehr gewährleistet war. Dank der Hilfe des Bistums und des Bonifatiuswerkes war ein Neubau möglich. Am 14. Juni 1995 feierte die Gemeinde die Einweihung des neuen Pfarrhauses.

Da Pfarrer Franz Scharfenberg im Jahre 1999 beabsichtigte, für ein Jahr nach Israel zu gehen, beendete er seine Tätigkeit in Zwenkau. Im Anschluss daran fand noch im Jahr 1999 Pfarrer Thomas Schorcht den Weg in die Gemeinde. Er ist zuständig für die katholische Gemeinden Zwenkau und Pegau. Unter seiner Leitung hat sich insbesondere die Kinder- und Jugendarbeit wesentlich erweitert. Auch die ökumenische Zusammen-arbeit mit den ortsansässigen evangelischen Gemeinden sind vertieft und das Auftreten der katholischen Gemeinde im Zwenkauer Stadtleben sind gestärkt worden.

Seit dem 1. Januar 2008 gehört die Zwenkauer und auch die Pegauer Gemeinde zur Pfarrei St. Peter und Paul Markkleeberg. Pfarrer Schorcht bleibt auch nach seinem Eintritt in den Ruhestand am 31.12.2013 im (ehemaligen) Pfarrhaus wohnen und steht so für Vertretungen noch zur Verfügung.

Am 20. Januar 2019 wird die Gemeinde Zwenkau teil der neu gegründeten Pfarrei „St. Bonifatius Leipzig-Süd“.